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Kurz- und Langrohrrelining

Das Kurz bzw. Langrohrrelining Verfahren

Bei diesen Verfahren werden einzelne „starre“ Rohre in eine Einschubvorrichtung gehoben und taktweise in die zu sanierende Rohrleitung eingebracht.

Je nach Rohrmaterial kann dieses System sowohl für Druck- als auch Freispiegelleitungen im Trinkwasser-, Abwasser- und Industriebereich eingesetzt werden. Die einzelnen Rohre sind entweder aus GFK, PVC oder PEHD. Das System ist sowohl bei Kreisprofilen wie auch bei Ei-Profilen der Durchmesserbereiche DN 200 - 2600 mm anwendbar.

Für die Einschubvorrichtung müssen Startbaugruben ausgehoben und entsprechend gesichert werden. Die Verbindung der einzelnen Rohre untereinander erfolgt in den Startbaugruben (in Spezialfällen auch in der zu sanierenden Haltung). Die in geraden Strecken schiebbare Länge beträgt bis zu 150 m. Leitungskrümmungen und Abwinkelungen bis zu 3° können durch die Bewegungsmöglichkeit in den Kupplungen beherrscht werden.

Durch die Notwendigkeit, dass der maximal einschiebbare Außendurchmesser kleiner sein muss als die kleinste zu sanierende Haltung, entsteht ein Ringspalt, der in der Regel verfüllt wird.
Die Anbindung an den Bestand erfolgt durch Spezialbauteile, die auf das jeweilige Rohrmaterial abgestimmt werden.

Sliplining ist ein Verfahren zur Grabenlosen Rohrsanierung. Es wird ein neuer Rohrstrang welcher im Durchmesser kleiner ist als das Altrohr eingezogen. Daher bleibt zwischen vorhandenem Rohr und neuem Rohr ein Ringspalt bestehen. Zum einbringen des neuen Rohrstranges sind zwei Baugruben notwendig. Beim Kurzrohr - Relining kann das Rohr gegebenen Falls auch durch Schächte eingebaut werden. Nach dem Sliplining kann gegebenen Falls noch der verbliebene Ringspalt verdämmt werden. Zum Zentrieren des neuen Rohrstranges und erleichtern der Einziehkräfte können Abstandhalter verwendet werden.

Der Neue Rohrstrang kann Grundsätzlich in zwei Verfahren eingebracht werden:

Langrohrrelining:

Der Rohrstrang wird auf einer freien Fläche im Bereich der Startbaugrube fertig montiert. (geschweißt, mit Zugfesten Muffen verbunden etc..... -> abhängig vom Material)
Das Windenseil wird von der Winde an der Zielbaugrube in Richtung Startbaugrube eingezogen.
Der Rohrstrang wird am Windenseil befestigt.
Anschließend wird der gesamte Rohrstrang wird in einem Stück von der Startbaugrube Richtung Zielbaugrube eingezogen.
Als Abschluss werden die Übergänge an den Rohrenden hergestellt.

Die Baugrubengröße der Startbaugrube ist abhängig von:

  • Verlegetiefe
  • Material Neurohr
  • Durchmesser Neurohr
  • SDR bzw. Wandstärke Neurohr

Kurzrohr - Relining:

Das Windenseil wird von der Winde am Zielschacht in Richtung Startschacht eingezogen.
Das erste Rohrstück wird nun am Windenseil befestigt und eingezogen.
Anschließend wird das nächste Rohr mit dem ersten zugfest verbunden und weiter gezogen.
So entsteht Rohr für Rohr ein neuer Rohrstrang im Altrohr.
Als Abschluss werden die Übergänge an den Rohrenden hergestellt.

Die Einzel - Rohrlänge beim Kurzrohr - Relining muss so gewählt werden dass die Rohrstücke im vorhandenen Schacht montiert werden können.

Kurz- und Langrohrrelining
Kurz- und Langrohrrelining
Kurz- und Langrohrrelining
Kurz- und Langrohrrelining

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